Start
arbin.ch
Was ist Arbin?
Kontakte
Inhalte
Finanzen
Plakate
Aktuelles


Agronomen: Sie spielen in der Landwirtschaft eine mehrfache Vermittlerrolle: Sie sind in der Gesetzgebung und im Vollzug dominierend, sie unterrichten die künftigen Bauern im Sinne der jeweiligen Agrarpolitik. Mehr über die Rolle der Agronomen lesen sie im Artikel (pdf) "Die Agronomen als Vermittler" aus dem dlz agrarmagazin 6/2004.

Arbin:
"arbin" heisst (wie wir nachträglich erfahren haben) "Alp" im savoyischen Dialekt.

Bauernpolitik: Welche Partei macht in der Schweiz Politik für die Bauern? Keine. Die Landwirtschafts- und Ernährungspolitik ist ein gesamtgesellschaftliches Projekt. Dafür bringt derzeit keine Partei das nötige Interesse auf. Eigentlich müssten die Bauern zusammen mit den KonsumentInnen eine Bauern-Konsumenten-Partei gründen.... Lesen Sie mehr dazu im Schweizer-Bauern-Artikel (pdf) "Links denken, rechts wählen" des Historikers Peter Moser.

C: -

Direktzahlungen:  Was sind Direktzahlungen und wohin führen sie die Bauern? Mit dieser Frage hat sich die arbin im Juli 2004 auseinandergesetzt. Zusammengefasst sind wir zum Schluss gekommen, dass a) die Direktzahlungen derzeit für die meisten Betriebe lebensnotwendig sind, b) dass die Direktzahlungen eigentlich "Indirektzahlungen" heissen müssten, weil der direkte Weg (von den KonsumentInnen zu den Bauern) mindestens produktionskostendeckende Produktepreise wären, d) dass die Bauern im Direktzahlungssystem Durchlauferhitzer sind, das heisst, sie leiten die Zahlungen an die vor- und nachgelagerten Branchen weiter, weil diese mehr Marktmacht haben als die Bauern (siehe dazu "Wohin führen die Direktzahlungen die Bauern?" (pdf) im dlz agrarmagazin und "An essay on farm income" (pdf) von Richard Levins), dass e) die Direktzahlungen zu einer Mutiplizierung von Vorschriften geführt haben, die dem Bauern immer mehr nicht nur Resultate vorgeben, sondern auch detaillierte Arbeitsanleitungen geben.

Einkaufstourismus: Die Klagen der Grossverteiler über den regionalen Einkaufstourismus an den Grenzen sind Ablenkungsmanöver. Was ist denn dran, wenn die Lörracher in Basel "Schweizer Käs" und Teigwaren kaufen und die Basler in Lörrach Fleisch? Uns stört der globale Einkaufstourismus, der im Grossverteiler in der Schweiz selbst stattfindet: Doch davon kein klagendes Wort von Seiten der Grossverteiler, denn der Import (Schieberei von Niedrigpreis-Ländern in Hochpreisländer) ist ein gutes Geschäft. Nebenbei lassen sich damit auch die Schweizer Produzentenpreise drücken.

Ernährungssouveränität: weitere Informationen hier

"Freier" Markt:  Lesen Sie mehr über den "freien" Markt, der so frei gar nicht sein kann im Artikel "Die Mär vom freien Markt" (pdf) des Ökonomen Rolf Steppacher von der Universität Genf.

Gewerkschaften: Die welsche Uniterre nennt sich "Syndicat", das heisst Genossenschaft, aber auch Gewerkschaft. Die Bauern brauchen tatsächlich Gewerkschaften, die sich für ihre Anliegen einsetzen. In der Romandie sind Kontakte zwischen Bauern und Arbeitnehmer-Gewerkschaften üblich. Arbin setzt sich dafür ein, dass diese schöne Tradition auch in der Deutschschweiz Einzug hält.

Historisches: Wer nicht zurückblickt, findet den Ausweg nicht. In der Schweiz gibt es seit zwei Jahren ein Agrararchiv, das die Quellen der Agrargeschichte sammelt und erschliesst.

Industrie: Zwischen Industrie und Landwirtschaft bestehen grundsätzliche Unterschiede: Die Landwirtschaft nutzt lebende Ressourcen und schafft etwas Neues (Nahrungsmittel, Landschaften). Die Industrie hingegen verbraucht mineralische Ressourcen und verwandelt diese. Die SVIL (Schweizerische Vereinigung Industrie und Landwirtschaft) ist bestrebt, die Verbindungen zwischen Industrie und Landwirtschaft aufrecht zu erhalten und den Austausch zu fördern: www.svil.ch

Intensiv: "Intensiv" und "extensiv" sind schwammige Begriffe, die Arbin nicht mehr verwendet. Was ist denn mit intensiver Landwirtschaft gemeint: Eine arbeitsintensive Landwirtschaft? Eine kapitalintensive Landwirtschaft? Eine düngerintensive Landwirtschaft? Eine Klärung dieser Begriffe finden Sie im Artikel (pdf): "Plädoyer für eine intensive bäuerliche Landwirtschaft"

Jardin de Cocagne: Der Jardin de Cocagne ("Schlaraffen-Garten") ist ein 25-jähriges Projekt im Kanton Genf, bei dem Bauern und Konsumenten das Produktionsrisiko teilen. Arbin hat den Jardin de Cocagne im Dezember besucht. Mehr dazu auf www.cocagne.ch

KonsumentInnen: Sie sind die einzigen Partner der Bauern. Denn: Wir Bauern wollen für die KonsumentInnen produzieren, und nicht für "den Markt". Was wir Bauern produzieren, nehmen die KonsumentInnen buchstäblich in sich auf. Diese sinnlichen Erfahrungen des Produzieren und Konsumierens ist die Basis für eine Zusammenarbeit.

Kontrollierbarkeit:
Was ist ökologische Landwirtschaft? Liest man die Werbung der letzten Monate, kommt man zum Schluss: Eine streng kontrollierte Landwirtschaft ist ökologisch. Doch: Strengste Kontrollen braucht nur die Landwirtschaft, die ständig unter Preisdruck steht. So gesehen sind die Kontrollen nur eine Symptombekämpfung, die den Bauern dazu noch ständig als potentiellen Missetäter darstellt. Lesen Sie mehr in den Artikeln (pdf) "Die Werbung gräbt den Bauern eine Grube" und "Unkontrolliert in die Sackgasse".

Land: Den Bauern geht es gut, sie besitzen doch Land! Wer das sagt, übersieht den Unterschied zwischen Besitz und Eigentum. Ein Landwirtschaftsbetrieb, der der bäuerlichen Produktion erhalten bleiben soll, kann nur zum Ertragswert (Nutzungswert) verkauft werden. Land, das zum Eigentumswert (Verkehrswert) verkauft wird, ist für die bäuerliche Produktion verloren: Mit der Ertrag aus der Landwirtschaft lässt sich der Kauf zum Verkehrswert nicht finanzieren. Lesen Sie mehr im Artikel (pdf) "Besitz und Eigentum".

Milchstreik: Hier halten wir Sie über die Vorbereitung des Milchstreiks in Europa und der Schweiz auf dem laufenden. Im Dezember haben sich Vertreter der bäuerlichen Milchproduzenten in Hamburg zur Koordination der Milchstreiks getroffen, das nächste Treffen findet im Juni statt. In der Schweiz sind regelmässig Arbeitstreffen im Gang, die Bäuerliche Interessengruppe für Marktkampf (BIG-M) hat sich im Juli als Verein konstituiert (mehr) . Internationale Informationen zum Thema Milchstreik finden Sie auf der Seite des deutschen BDM (hier klicken) oder bei den österreichischen Kollegen der IG-Milch. In der Schweiz können Sie Milchstreik-Bauern unter 95rappen!@milchstreik.ch bzw. BiG-M, Postfach, 6331 Hünenberg kontaktieren (Deutschschweiz). Für die Romandie wenden Sie sich bitte an Jean-Eugene Pasche von Uniterre je.pasche@uniterre.ch.
Seit kurzem ist zudem die Webseite www.milchstreik.ch aufgeschaltet, die weitere Hintergrund-Informationen enthält.

Nahrungsmittel: Die Nahrungsmittelproduktion ist eng mit der Nutzung und Gestaltung der Kulturlandschaft verbunden: Die (verschwindende) Terrassenlandschaft im Engadin ist zum Beispiel im Kontext des Getreidebaus entstanden. Und ohne Milch- und Fleischproduktion würde das Emmental verwalden.

Ökologie: Die Arbin hat sich im August 2004 mit der Definition von Ökologie in der Landwirtschaft auseinandergesetzt. Wir sind zum Schluss gekommen, dass die Landwirtschaft in dieser Frage auch deshalb unter Druck ist, weil grundlegende Sachverhalte häufig übersehen werden: Die Landwirtschaft basiert auf der Nutzung erneuerbarer Ressourcen wie Sonne, Pflanzen und Boden. Darin unterscheidet sie sich grundlegend von der Industrie und den Dienstleistungsbereich, die nur mit Hilfe von nicht-erneuerbaren Ressourcen funktionieren können: Erdöl, Kohle etc. Dass der Verbrauch von nicht-erneuerbaren Ressourcen grundsätzlich nicht nachhaltig ist, wird in den Ökologie-Diskussionen zu wenig berücksichtigt. Statt dessen gilt schon als ökologisch, wenn der Verbrauch reduziert wird. Eine ökologische Landwirtschaft ist für uns deshalb eine bäuerliche Landwirtschaft, die erneuerbare Ressourcen nutzt und den Verbrauch von nicht-erneuerbaren Ressourcen langfristig senkt. Mehr dazu lesen sie in Artikel (pdf) "Nutzen statt verbrauchen".

Preis: Der Preis von landwirtschaftlichen Produkten steht heute im Zentrum (wieviel kostet ein Kilo Fleisch?) Doch der Preis vermag die Realität der Produktion nicht abzubilden. Und wie will einE KonsumentIn verantwortungsvoll einkaufen, wenn ihr statt Information über die landwirtschaftliche Produktion nur der Preis als Vergleichsmöglichkeit mitgeteilt wird? Mehr dazu im Artikel "Die Mär vom freien Markt" (pdf) des Ökonomen Rolf Steppacher.
Wer übrigens behauptet, KonsumentInnen wollten nur "bilige" Produkte kaufen, der beachte einmal die Unterschiede zwischen frischen "Frequenzbringern" (Milch, Frischfleisch) und den verarbeiteten Produkten: Der Konsument wird dazu erzogen, nur dort auf den Preis zu achten, wo die Wertschöpfung beim Bauern liegt. Mit querfinanzierten Frequenzbringern locken die Grossverteiler die Kunden täglich in den Laden, wo sie dann noch andere Produkte kaufen: Dort wo die Verarbeitungsindustrie ihre Margen generiert (zum Beispiel Convenience-Food), ist der Preis nicht das zentrale Verkaufsargument.

Q: -

Ressourcen: siehe Ökologie

Service-Pool: So heisst ein Projekt der SVIL (siehe Industrie) das KonsumentInnen und Bauern einander näher bringen will. Darüber hat das dlz agrarmagazin in einer 16-seitigen Sondernummer im Herbst 2003 berichtet. Die vollständige Sondernummer im pdf-Format finden Sie hier. Einen Auszug (Portrait des Service-Pool) finden Sie hier.

Strukturwandel: Den Begriff "Strukturwandel" verwenden wir von Arbin nicht mehr. Er dient derzeit dazu, den Abbau der Landwirtschaft schönzureden. Mehr dazu im Artikel (pdf) "Mehr Bauern für die Schweiz".

Subventionen: 
siehe Direktzahlungen

Tourne-Rêve: Das Projekt "Tourne-Rêve" ist eine Initiative des "Jardin de Cocagne" (siehe dort) in Genf, wo Bauern und KonsumentInnen das Produktionsrisiko teilen. Mehr dazu auf der Webseite von Terre-Avenir und von Jardin de Cocagne.

Uniterre: Uniterre heisst die Bauerngewerkschaft in der Romandie. Uniterre, die ehemalige Union des Producteurs Suisse (UPS) hat in der Westschweiz rund 3000 Mitglieder. Sie hat als einzige schweizerische Bauernorganisation frühzeitig die Wichtigkeit fundierter inhaltlicher Auseinandersetzungen erkannt. Uniterre ist für Arbin deshalb ein wichtiger Orientierungspunkt. Mehr über Uniterre erfahren Sie unter www.uniterre.ch. Das dlz agrarmagazin hat im Sommer 2004 ein Portrait von Uniterre veröffentlicht, das hier zum download bereit steht (pdf).

Verbände: Warum vertreten die landwirtschaftlichen Verbände oftmals nicht die Anliegen der Bauern? Weil sie andere Aufgaben haben, unter anderem den Vollzug und die Ausgestaltung der Agrarpolitik. Lesen Sie mehr dazu im Artikel "Zuerst klären, dann fordern" des Historikers Peter Moser in der Bauernzeitung 2/2004.

Via campesina:
So heisst der internationale Zusammenschluss der bäuerlichen Organisationen weltweit. Mehr über Via campesina finden Sie auf deren Webseite.

W: -

X: -

Yverdon: Im Dezember 2004 hat José Bové in Yverdon über sein neues Buch gesprochen. Lesen Sie dazu den Artikel im "Courrier", der einzigen Tageszeitung der Schweiz (französisch), die sich hauptsächlich aus Abogebühren finanziert. Eine Besprechnung des neuesten Buches von José Bové finden Sie hier (französisch).

Z: -