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Dieses erste Plakat von Arbin (hier gibts Informationen zur Bestellung) ist ein Plädoyer für die Ernährungs-Souveränität. Ernährungs-Souveränität ist das Recht der Bevölkerung eines Landes, das Recht von KonsumentInnen und Bauern, ihre Landwirtschaftspolitik selbst zu bestimmen und auf Preis-Dumping gegen andere Länder zu verzichten.

In der ganzen Welt zerstören landwirtschaftliche Billigprodukte die lokalen Märkte: Mais aus den USA in Afrika, Milch aus Europa in Indien, Bio-Bohnen aus Kenia in der Schweiz.

Die Handelsliberalisierung begünstigt den internationalen Handel und nicht die Ernährung der Bevölkerung. Sie fördert die Industrialisierung der Landwirtschaft und gefährdet die (agri-)kulturelle Vielfalt und traditionnelle Anbauweisen.

Dagegen wehren sich weltweit Bauernorganisationen, allen voran die Via campesina, die 1996 das Konzept der Ernährungs-Souveränität entwickelt und in die öffentliche Debatte eingebracht hat.


- die lokale, landwirtschaftliche Produktion zu begünstigen und so die Ernährung der Bevölkerung sicherzustellen. Der Zugang für Bauern, Bäuerinnen und Landlose zu Land, Wasser, Saatgut und Krediten. Notwenig werden dadurch Agrarreformen, der Kampf gegen GVO (gentechnisch veränderte Organismen), der Kampf für freien Zugang zu Saatgut und für die Bewahrung des Wassers als öffentliches Gut.

- das Recht von Bauern und Bäuerinnen Lebensmittel zu erzeugen, das Recht der Konsumentinnen und Konsumenten darüber zu entscheiden, was sie konsumieren und wer es wie produziert.

- das Recht der Staaten, sich vor billigen Landwirtschafts- und Nahrungsmittel-Importen zu schützen.

- Bindung der Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse an die Produktionskosten: Dazu muss den Staaten oder Unionen (wie EU oder USA) das Recht zustehen, Billigimporte zu besteuern. Die Förderung bäuerlicher, nachhaltiger Landwirtschaft sowie die Steuerung der Produktion im Inland um Überschüsse zu vermeiden sind weitere Voraussetzungen

- Mitbestimmung der Bevölkerung über die Art der Landwirtschaftspolitik.

- Anerkennung der Rechte von Bäuerinnen, da sie eine wichtige Rolle in der Landwirtschaft und der Ernährung spielen.


  • Im Dokument "Ernährungs-Souveränität" von Via campesina (pdf, deutsch)
  • Im Flugblatt von Arbin über die Ernährungssouveränität (pdf, deutsch)
  • Im Artikel "Gen-Food: Mais für die Welt" aus "Die Zeit" (pdf, deutsch)
  • Auf der Webseite von Uniterre zum Thema "Ernährungssouveränität" (französisch) (link)